Vergif tet sind meine Lieder

Ein offenes Bekenntnis männlichen Fühlens

 

Heinrich Heine                     Robert Schumann

Lyrisches Intermezzo             Dichterliebe

 

Lyrisches Intermezzo mit Herzschmerz und Ironie

Das Publikum ist begeistert vom Liederabend im Kloster mit Heine und Schumann

VON KAREN SELL

Wennigsen. Anderthalb wundervolle Stunden voller Herzschmerz und Bitterkeit, Lilien und Lotus-blumen, gespickt mit Ironie, Boshaftigkeit und eisiger Grabeskälte boten Rezitator Rolf Peter Kleinen, Tenor Martin Ambermann und Pianist Bernd Grußendorf den Gästen des Liederabends im Kloster am Sonnabend.

Den Interpreten gelang es großartig, die innige Poesie in Heinrich Heines „Lyrischem Intermezzo“ zum Ausdruck zu bringen. Wenn Ambermann singt, dann reicht zwar seine emotionsgeladene Tenorstimme aus, um Heines tiefe Gefühle widerzuspiegeln, Ambermanns Gestik spricht zudem ihre eigene Sprache. So scheint es, als tropften jeden Moment dicke Kullertränen aus Ambermanns weit aufgerissenen Augen, wenn er mit gerunzelter Stirn grollt: „… so muss ich weinen bitterlich“.

Bernd Grußendorf erweist sich mit Schumanns Melodien am Flügel als sensibler Begleiter. Kleinen beeindruckt mit klarer Stimme und perfekter Artikulation. Fast scheint es, als habe Heine ihm die Verse auf den Leib geschrieben, um ihm die Möglichkeit zu geben, sie mit seiner Stimme zu modellieren. Mit lang anhaltendem Applaus und Bravo-Rufen bedankte sich das Publikum.

 

Web-Präsenz: www.vergiftete-lieder.de

Kontakt für Veranstalter: rolf-peter.kleinen@web.de



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